Impuls: Feste Wurzeln im Lebenssturm

An diesem Sonntag diente Priester Nippraschk mit einem Wort aus dem 1. Johannes 5, 7-8. Er schlug eine gedankliche Brücke zwischen dem Irdischen und Geistigen: Ein Baum mit einer riesigen Krone sieht beeindruckend aus – doch wenn die Stämme dünn bleiben und das Wurzelwerk nicht tief reicht, reicht schon ein kleiner Windstoß, um ihn ins Wanken zu bringen. Ebenso brauchen die Wurzeln Nährstoffe, um den Baum ausreichend zu versorgen. Im Glauben ist das Wasser der Taufe die Quelle, die uns ins Leben einpflanzt und neu ausrichtet.

​Genauso verhält es sich oft in unserem eigenen Leben: Äußere Erfolge oder ein voller Alltag wirken nach außen stark, aber ohne ein festes Fundament verlieren wir im nächsten Sturm schnell den Halt. Unser Geist – das innerer Fundament - wirkt unsichtbar im Inneren, wie das Wurzelnetz unter der Erde. Er gibt Halt, Kraft und Orientierung im Alltag, damit wir bei Gegenwind nicht umgeweht werden.

​In unserem Gottesdienst ging es genau um diese Haltung. Wenn unser Glaube tief verwurzelt ist, gewinnen wir eine innere Standfestigkeit, die uns auch durch unruhige Zeiten trägt. Der Stamm hält stand durch das Opfer. Das Blut steht für das Sakramente Erleben (Abendmahl) und die Zusage der Vergebung. Wenn der Wind bläst, erinnert uns diese Zusage daran, dass unser Fundament nicht auf eigener Leistung steht, sondern auf Christi Versöhnung. Gestärkt durch die Zusage Gottes müssen wir keine Angst vor den Stürmen des Lebens haben – unsere Wurzeln halten uns fest am Boden.

Besonders gefreut haben wir uns in diesem Gottesdienst über Zuwachs in unserer Mitte: Wir heißen Familie Osche ganz herzlich in unserer Gemeinde willkommen! Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Zeit, das Einleben und das Zusammenwachsen mit euch!