"Die Freude am Herrn ist eure Stärke“ – Ein bewegender Gottesdienst im Zeichen von Treue und Gottes Segen

Am heutigen Sonntag erlebte unsere Gemeinde einen ganz besonderen und tiefgründigen Gottesdienst, der von unserem Vorsteher Frank Renaud geleitet wurde. Im Mittelpunkt des Wortes stand eine Passage aus Nehemia 8, Vers 10: „Seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“ Es war ein Gottesdienst, der uns alle spüren ließ: Gott ist wahrhaft mit uns – in den Höhen, aber ganz besonders auch in den Tiefen des Lebens.

Ein seltenes Fest: 60 gemeinsame Jahre

Eigentlich sollte der heutige Tag von einem ganz besonderen Meilenstein gekrönt werden: der Diamantenen Hochzeit der Geschwister Käthe und Wilfried Senkel. Da Schwester Käthe den Gottesdienst aufgrund ihrer Krankheit nicht persönlich besuchen konnte, wurde kurzerhand umgeplant: Die feierliche Segenshandlung fand im Anschluss an den Gottesdienst in ihrer vertrauten Häuslichkeit statt.

In Gedanken und im Gebet war die Gemeinde jedoch fest mit dem Jubelpaar verbunden. Schon das Eingangslied „Freuet euch im Herren allewege“ schlug die Brücke zu den vergangenen, bewegten 60 Jahren der beiden. Vorsteher Renaud weckte herzliche Erinnerungen an den über die Grenzen von Bloischdorf hinaus bekannten Reiterhof Senkel, mit dem so viele im Ort persönliche Erlebnisse verbinden.

Wie eine deutsche Eiche im Sturm – Fest im Glauben

In seiner Predigt schlug der Vorsteher den Bogen vom Bibelwort zur Lebensrealität: Menschen müssen im Laufe ihres Lebens durch Freud und Leid gehen. Doch gerade in den schweren Zeiten – so die tröstliche Erkenntnis – spüren wir Gott oft noch viel intensiver. In der Not wird unser Beten tiefer, es gibt mehr echte Herzensregungen. Umso wichtiger ist es, dass jeder Tag mit einem Dankgebet beginnt und auch wieder mit einem Dankgebet endet.

Hierzu blieb ein starkes Bild in unseren Herzen hängen: Wir wollen stehen wie eine deutsche Eiche zum Herrn! So wie eine Eiche im Sturm nur noch tiefer wurzelt und fest bleibt, so wächst und festigt sich auch unser Glaube in den Stürmen des Lebens.

Nehmen wir uns das Jubiläumspaar hierin als echtes Vorbild!

Trotz aller Stürme und gesundheitlicher Lasten stehen sie fest in ihrem Glauben und ihrer Treue zu Gott.

Vorsteher Renaud regte die Gemeinde mit zentralen Fragen zum Nachdenken an: Ist unser Verlangen nach Gott noch präsent? Hören wir ihm überhaupt noch zu? Lassen wir den Heiligen Geist zu uns sprechen und schlagen wir die Bibel auf? Wir selbst haben es in der Hand, ob wir die Verbindung zu Gott pflegen. Mit dem Bezug zum Lukas-Evangelium und den Emmaus-Jüngern („Brannte nicht unser Herz...?“) spürten wir den tiefen Wunsch: Rede mit uns, Gott! Wer zuerst nach dem Reich Gottes trachtet, dem wird alles andere zufallen.

Ein Leben im Werk des Herrn

Ein großer Dank galt heute auch dem unermüdlichen Einsatz der Familie. Priester Wilfried Senkel, der Anfang der 90er-Jahre zum Priester ordiniert wurde, hat unsere Gemeinde über viele Jahre geprägt und war uns allen ein großes Vorbild. Mit Gottes Hilfe hat er viel Arbeit im Werk des Herrn geleistet. Die Predigt machte deutlich: Ohne treue Mitarbeiter wie ihn würde das Volk geistlich verhungern. Hand in Hand sind Käthe und Wilfried diese 60 Jahre gegangen – im Leben wie im Glauben.

Zum Schmunzeln: Das Wunder von Schaf „Zipp“

Neben all der Tiefe gab es auch einen Moment des Schmunzelns und der gemeinsamen Freude in der Gemeinde. Vorsteher Renaud erinnerte an das Schaf „Zipp“, das Wilfried Senkel vor stolzen 16 Jahren höchstpersönlich mit auf die Welt geholt hat. Dass „Zipp“ heute immer noch munter auf der Wiese steht, grenzt an ein kleines Wunder – und die Gemeinde schmunzelte herzlich über die liebevoll angedeutete Ähnlichkeit zwischen dem treuen Tier und seinem Besitzer.

Wir wünschen den Geschwistern Käthe und Wilfried Senkel von ganzem Herzen Gottes reichen Segen, Gesundheit und weiterhin die tiefe Freude am Herrn für ihren gemeinsamen Weg!