Impuls: Der Tag, an dem Jesus wegging

Ein unspektakulärer Ort für ein außergewöhnliches Ereignis: der Ölberg, östlich von Jerusalem. Keine Menschenmenge – nur wenige, die ihrem Herrn zum letzten Mal gegenüberstehen. Jesus segnet sie (Lukas 24,50). Und dann wird er emporgehoben. Eine Wolke nimmt ihn auf, und er ist weg (Katechismus der Neuapostolischen Kirche, KNK 3.4.12).

Nachgeschaut: Vierzig Tage später – und dann ist alles anders

Was die Jünger an jenem Morgen erlebten, war kein stilles Verschwinden. Die Apostelgeschichte hält fest, dass sie ihm nachschauten, bis die Wolke ihn ihren Blicken entzog (Apostelgeschichte 1,9). Im Unterschied zur Auferstehung, die sich ohne Zeugen vollzog, war die Himmelfahrt ein sichtbarer Aufbruch. Vierzig Tage lagen zwischen Ostern und diesem Moment. In der Bibel ist die Zahl 40 das Maß der Vorbereitung und Bewährung: 40 Jahre Wüste für Israel, 40 Tage für Mose auf dem Sinai, 40 Tage in der Wüste vor der Versuchung Jesu. In dieser Zahl steckt ein Muster: Gott bereitet vor, bevor er vollendet. 

Und dann – Stille. Aber wohin ist Jesus gegangen? In den Himmel – womit nicht ein Ort im Weltall gemeint ist, sondern die Wirklichkeit unmittelbarer Gottesnähe, menschlichen Augen entzogen, aber nicht weniger real. Jesus kehrte dorthin zurück, woher er gekommen war (Johannes 16,28). Der Kreis schloss sich, und zugleich begann etwas völlig Neues.

Vertraut: Zur Rechten des Vaters 

„Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters“ – diesen Satz sprechen Christen über die Jahrhunderte. Er ist enthalten im Apostolischen Glaubensbekenntnis (Apostolicum), im Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel und im neuapostolischen Glaubensbekenntnis. .........

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